Neulich auf der Straße…

Ich schlendere so durch die erweiterte Nachbarschaft und treffe einen Bekannten. Nach dem üblichen Austausch von kleinen Nettigkeiten, streckt er einen Zeigefinger aus und deutet auf ein circa 30m entferntes Bauwerk auf der gegenüberliegenden Straßenseite:
“In dem gelben Haus da wohne ich. Da leben aber keine Chinesen.” Die Synapsen in meinem Hirn arbeiten, es macht klick und es entlockt mir ein fröhlich gestimmtes Lachen.

Ich verstehe; gelbes Haus, gelbe Bewohner. Dies möchte ich zum Anlass nehmen, die Sache mal weiterzuspinnen: Wenn man sich das Straßenbild so ansieht, scheint es deutlich mehr Albinos zu geben, als ich jemals für möglich gehalten hätte. Quartiere mit Fensterläden oder Balkon werden dann wahrscheinlich ausschließlich von Damen bewohnt. Wie sieht es mit efeubewachsenen Ruhestätten aus? Hippie-Kommunen? In Schieferhäusern vegetieren wahrscheinlich Individuen mit Hautproblemen vor sich hin. Demnach wäre das optisch ansprechende Fachwerkhaus eine Unterkunft für milchgebende Wiederkäuer. In Villen lebten Personen mit eher opulenten Figuren, während Glashäuser gänzlich unbewohnt blieben. Müssten wir nicht sowieso alle eckig sein?

Warum in drei Teufels Namen darf Barack Obama seine Zelte im Weißen Haus aufschlagen? Das hatte schon seine Gründe, dass es keine afroamerikanischen Präsidenten gab. Logistische sozusagen. Und wenn wir schon in der Politik sind; gibt es in der SPD etwa nur Indianer? Der mit dem Stein meiert? Christoph Matschie, der Apachie? Kam Willys Brandt vom Feuerwasser? Oder andersherum; wählt Roberto Blanco DVU oder die Republikaner?

Ja ja, ich weiß; alles Spinnerei. Aber zumindest wohnen in einem gelben Haus aktuell keine Chinesen. Und Ausnahmen bestätigen doch die Regel. ;)

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