Im Loco-Text dieses Monats dreht sich alles um den Traum von der Karriere als Musiker. Selbige ist meistens weit entfernt, so wie eine ganze Galaxis.

DAS MÄRCHEN VON DER MILCHSTRAßE

Elf sind vielzuviel
Müsst ihr gar nicht sein
Vier Freunde reichen schon
Kunst fühlt sich daheim
Lebt die Emotionen aus
Baut sie in ein Lied
Nur die Hand in den Mund
Was zählt ist Musik

Berühre mit den Zehen
Die Bretter, die die Welt bedeuten
Lass die Füße auf dem Boden
Berühre mit den Zehen
Die Bretter, die die Welt bedeuten
Lass die Füße auf dem Boden

Für ein Taschengeld
Verlasst trautes Heim
Millionen braucht ihr nicht
Nur die Kunst allein
Lebt die Emotionen aus
Baut sie in ein Lied
Nur die Hand in den Mund
Was zählt ist Musik

Die Stimme für alle Ewigkeiten
Auf eine katalogisierte Scheibe gepresst
Dient als Unterschrift für die Nachwelt

Das erträumte Leben
Ein kleines Leben
Brauche nicht mehr zum Überleben
Das erträumte Leben
Ein kleines Leben

Sterbe jeden Abend in den Fluten des Lichts
Fluten des Lichts
Fluten des Lichts
Werde schon im nächsten Moment neu geboren
Moment neu geboren
Moment neu geboren
Sterbe jeden Abend in den Fluten des Lichts

Noch heute siehst du den Weg, den der himmlische Sämann gegangen
Sieh! dort der helle Sternenstreif: die Menschen nennen ihn die ‘Milchstraße’.
Denn Gottes Sätuch hatte ein Loch – die lieben Engel hatten vergessen, es zu stopfen.
Und während er so dahinschritt, sickerte es unten durch – ein breiter Strom goldener Saatkörner

Ein Kosmos
Ein Kosmos voller Emotionen
Ein Kosmos
Ein Kosmos voller Emotionen

Ein Kosmos
Ein Kosmos voller Emotionen

Das Leben von der Hand in den Mund

                                                                                       Januar 2004 (Tim Eickenberg für Loco)