Ein weiteres Jahr zieht vorüber, in dem ich jeden Pollterabend die Top 5 meiner Band/Musiker der Woche präsentierte. Jetzt habe ich nach einem Punktesystem diese 52 Wochen von 2012 durchforstet, wobei eine Top 20 der Top-Künstler des Jahres entstanden ist, die ich nun in Fünfer-Päckchen publik mache.

Teil 3 liefert die Plätze 6-10:

Platz 10: I Like Trains

Wikipedia

Noch immer ein Geheimtipp, obwohl ich die Musik der Band aus Leeds schon einige Jahre höre. Ein Grund hierfür könnte sein, dass fast alles in Eigenregie passiert und der ganz große PR-Zug nicht auf die Reise geht. So genial, wie das Frühwerk sind die beiden letzten LPs, von denen dieses Jahr “The Shallows” erschienen ist, zwar nicht mehr. Trotzdem stecken sie die meisten Mitbewerber weiterhin locker in die Tasche. Man höre nur “Mnemosyne”, einen der besten Songs 2012. I can’t resist:

YouTube Preview Image

Platz 9: Kraftwerk

Wikipedia

Tatsächlich hat es auch eine heimische Kapelle unter die besten 20 geschafft und das obwohl sie das Jahr ohne besondere Vorkommnisse haben verstreichen lassen. Zu verdanken haben die Elektro-Pioniere dies einem starken Backkatalog, welcher im Laufe der letzten Monate seinen Weg in meinen -Player und meine CD-Regale gefunden hat. “Radioaktivität”, “Trans-Europa Express”, “Die Mensch-Maschine” und “Computerwelt” gehören seit 2012 auch mir. (“Autobahn” befindet sich schon länger in meinem Besitz.) Selbst Jay-Z mag “Die Mensch-Maschine”:

YouTube Preview Image

Platz 8: The Dead Weather

Wikipedia

Zugegeben, das ist schon ein wenig kurios. Tausendsassa Jack White hat 2012, wie jedes Jahr eigentlich, ein Album herausgebracht. Nur diesmal erstmals solo. Allerdings reicht die Veröffentlichung von “Blunderbuss” nur für Platz 32 nach Addition aller vergebenen Punkte. Irgendwann im März habe ich aus einer Laune heraus “Horehound” in den CD-Player gelegt, welches ich zwei Jahre vorher im Zuge einer drei CDs für 15 Euro-Aktion erstanden, aber nie richtig schätzen gelernt hatte. Dieser Umstand hat sich nun geändert. Ich habe mir sogar den Nachfolger “Sea Of Cowards” von 2010 zugelegt und hoffe inzwischen, dass Jack zukünftig wieder Mitmenschen zum gemeinsamen Musizieren und Aufnehmen bittet. So lange genieße ich nochmal “60 Feet Tall”:

http://www.vimeo.com/18550247

Platz 7: The Maccabees

Wikipedia

Das 2009er “Wall Of Arms” hat mich zum Fan werden lassen. Auch wenn man mit dem dritten Album wieder viel verändert hat, gefällt mir auch “Given To The Wild”, mit dem sie in ihrer Heimat endgültig den Durchbruch geschaft haben. Der Longplayer verkaufte genügend Einheiten, um den Goldstatus zu erreichen, war ein halbes Jahr in den UK-Album Top 100 platziert und in der erfolgreichsten Woche gar auch Platz 4. Ich habe mir heuer sogar das Debut “Colour It In” besorgt. Einer meiner Lieblings-Songs 2012 ist ihr “Feel To Follow”, welches auch die zweite Single war:

http://www.vimeo.com/36334978

Platz 6: Primus

Wikipedia

Das Phänomen Backkatalog schlägt zum dritten (aber nicht letzten) Mal in diesem Rückblick zu. Durch die Reunion und das 2011er “Green Naugahyde” erinnert, welch tolle Band Les Claypool da doch hat, musste ich einfach die sechs Studioalben aus den 90ern kaufen. Schon früher gerne in der Disco gehört “Too Many Puppies”:

http://www.vimeo.com/39594195