Ein weiteres Jahr zieht vorüber, in dem ich jeden Pollterabend die Top 5 meiner Band/Musiker der Woche präsentierte. Fleißig wie ich bin, habe ich nach einem Punktesystem diese 52 Wochen von 2013 durchforstet, wobei wieder die Top 20 der Top-Künstler des Jahres entstanden ist, die ich in Fünfer-Päckchen publik mache.

Ein kleiner Ausblick darauf, was uns erwartet:
a) Das United Kingdom ist 9x vertreten (2012: 9), die USA 7x (2012: 9), Australien, Deutschland (2012: 1), Kanada und Schweden je 1x.

b) Während im letzten Jahr gleich fünf Acts (Primus, The Dead Weather, Kraftwerk, Russian Circles, Blur) in die Top 20 kamen, weil ich mir Teile ihres Backkatalogs zugelegt habe, ist es 2013 nur einer Kapelle auf diesem Weg gelungen.

c) Es muss nicht unbedingt gesungen werden; in dieser Ausgabe haben es sogar 5 (2012: 3, 2011: 8, 2010: 3) Instrumentalbands in den Jahresrückblick geschafft.

d) Wie in den drei anderen Ausgaben hat es auch dieses Mal keinen Solokünstler in die Liste versetzt. Demnach gibt es wieder 20 Durchgänge pure Bandpower.

e) Die Deftones holten 2010 62 Punkte (den ersten Pollterabend gab es allerdings erst am 13.3.). Das war der bisherige Punkterekord. Die Nummer 1, die am 1.1.2014 gekürt wird, hat es auf 77 Punkte gebracht.

Genug der einleitenden Worte; heute gibt es die Plätze 16-20:

Platz 20: Everything Everything

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Bereits im Januar haben Everything Everything ihr zweites Album “Arc” veröffentlicht. Als Vorband der Foals habe ich sie dann im November auch live erlebt. Nachdem sie es 2011 immerhin unter die ersten Dreißig geschafft haben, reicht es jetzt sogar für die Bestenliste. Der erste Single heißt “Cough Cough”:

http://www.vimeo.com/46169709

Platz 19: Norma Jean

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Nachdem ich die Jungs aus Georgia 2011 aufgrund ihrer Zusammenarbeit mit Chino Moreno für mich entdeckt habe, war eine Vorfreude auf die neue CD “Wrongdoers” durchaus vorhanden. Letztendlich konnte sie den 8. Platz von vor zwei Jahren zwar nicht bestätigen, tauchen hier aber nichtsdestotrotz auf. Ein Hinweis darauf, dass auch das neue Werk rockt. Als Beweis dafür folgt “Sword In Mouth, Fire Eyes”:

http://www.vimeo.com/71353254

Platz 18: The Vines

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Zugegeben; Platz 18 kommt ein wenig exotisch daher. The Vines stammen aus Australien und haben ihr letztes Album Mitte 2011 veröffentlicht, ohne damit in Europa viel Aufmerksamkeit zu erhalten. So ging es ihnen auch schon mit dem 2008er Vorgänger. Als im zurückliegenden Winter ihr Song “Get Free” in der tollen US-Fernsehserie Shameless verwendet wurde, entschloss ich mich allerdings dazu, mir mal eine Scheibe von Craig Nicholls und Co. anzuschaffen, da mir doch einige Singles aus den erfolgreicheren Tagen bekannt waren. Tatsächlich schafft die Truppe den Spagat zwischen wirklich punkig/grungemäßig/noisy und ehrlich eingängig mit Pop-Appeal, wie wenig andere. Im Laufe von 2013 landeten so die ersten drei Outputs “Highly Evolved”, “Winning Days” und “Vision Valley” in meiner Sammlung und die Band im musikalischen Jahresrückblick. Um den Kreis zu schließen gibt es nun “Get Free”:

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Platz 17: The National

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Zum dritten Mal in vier Jahren gelingt es The National in dieser Liste meiner beliebtesten Künstler des Jahres Platz zu nehmen. 2010 standen sie auf Platz 11, 2011 auf Platz 17, wohin es sie auch heuer wieder verschlagen hat. Verantwortlich hierfür zeichnet sich die Langrille “Trouble Will Find Me”, die aus meiner Sicht zwar nicht an ihren älteren Bruder “High Violet” heranreicht, aber trotzdem unterhaltsam und qualitativ gut genug ist, um an dieser Stelle Erwähnung zu finden. “This Is The Last Time”:

http://www.vimeo.com/66505764

Platz 16: You May Die In The Desert

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In der letztjährigen Ausgabe schrieb ich für You May Die In The Desert noch einen gesonderten Vermerk, da sie es denkbar knapp nicht unter die besten 20 Bands des Jahres geschafft hatten, obwohl ich ihr zweites Album “International Waters” grandios finde, es aber erst im Dezember in meiner Stereoanlage landete. Interessanterweise holten sie nun wieder die identische Punktzahl, die Anno 2013 für deutlich mehr reicht. Nach dem 6. Platz 2011, wo ich YMDITD entdeckt habe, ein weiterer Erfolg für das Trio. Die kombinierte Punktzahl (2012+2013), die sie mit der Zweitgeborenen erreicht haben, hätte übrigens 2012 die 7 bedeutet und jetzt Platz 8. Und das alles in einer Phase, in der ein neues Deftones-Album ihre Situation dramatisch erschwert hat. Darauf erstmal “True North”:

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