Letzter Tag des Jahres; höchste Zeit für den Blick zurück. Wieder gibt es das aus den Vorjahren bewährte Steckbrief-Format.

Worum es sich überhaupt handelt? Ich zitiere aus dem vergangenen Best Of: Ich habe Euch jede Woche von den sechs Bands/Musikern berichtet, die mich in dem jeweiligen Zeitabschnitt am meisten überzeugt haben. Das Punktesystem (6 Punkte für Platz 1, 5 für Platz 2 … 1 Punkt für den 6. Rang), welches ich auf die 52 Ausgaben angewandt habe, kreierte mir so eine Liste, deren 20 Top-Acts ich hiermit in Fünfer-Päckchen publik mache.

Ich steh auf Statistiken:

a) Die USA dominieren die Nationenwertung dieses Jahr. Ganze 9 Interpreten (2016: 5) aus diesem Land konnten sich in die Top 20 spielen. Eine Absturz erlebt dagegen das United Kingdom. Statt der 8 Kapellen von 2016 begrüßen wir nun gerade mal 3, womit sie sich den 2. Platz sogar noch mit Australien (2016: 2) teilen müssen. Kanada verdoppelt seine Teilnehmer von 1 auf 2. Die drei verbleibenden Spots kassieren Belgien, Schweden und Frankreich ein, von denen vor Jahresfrist niemand hier unterkam.

b) Instrumentalbands tauchen heuer 9 auf. Das ist die zweitbeste Ausbeute der wortlosen Fraktion. 2 weitere belegen Positionen im Bereich 21-25. Zum Vergleich die Zahlen der Vergangenheit: 2016: 4, 2015: 6, 2014: 10, 2013: 5, 2012: 3, 2011: 8, 2010: 3.

c) 11 der Ensembles debütieren im musikalischen Jahresrückblick. 2016 waren es neun, 2014 und 2015 jeweils zehn Stück. Zum zweiten Mal dabei sind 5 Gruppierungen, zum dritten 3 und eine Kombo landet gar ihren 5. Streich.

d) Solokünstler bleiben Mangelware. Wie bereits 2010-2013 und 2015 müssen wir hier ohne sie auskommen.

Aber jetzt endlich Musik:

Platz 20: Queens Of The Stone Age

Wikipedia

Herkunft: USA

2010-2016: -

Zwei Sätze zum Jahr des Interpreten im Blutwurstaffen-Land:

Neben ihrem neuen Output bedurfte es auch einer Erweiterung meiner Sammlung um “Era Vulgaris” von 2007 und “Lullabies To Paralyze” von 2005. Es ist inzwischen zwar deutlich weniger Wüste in ihrem Rock, trotzdem wissen Josh Homme und Gehilfen weiter zu gefallen, wie mit dem Opener von “Villains”:

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Platz 19: Primus

Wikipedia

Herkunft: USA

2010-2016: 2012: 6., 2011: 19.

Zwei Sätze zum Jahr des Interpreten im Blutwurstaffen-Land:

Les Claypool, der beste Bassist der Welt, ist zurück und hat ein vertontes Bilderbuch im Gepäck. So viel Prog wie auf “The Desaturating Seven” gab es bei Primus noch nie, aber 27 Jahre nach “Frizzle Fry” kann etwas Abwechslung sicher nicht schaden.

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Platz 18: Alpha Male Tea Party

Bandcamp

Herkunft: UK

2010-2016: 2014: 2.

Zwei Sätze zum Jahr des Interpreten im Blutwurstaffen-Land:

Was war dieses Trio 2014 für eine große Entdeckung für mich. Drei Jahre später legen sie endlich mit “Health” nach und wie Ihr seht, sind sie wieder hier vertreten.

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Platz 17: Middle Class Rut

Wikipedia

Herkunft: USA

2010-2016: 2013: 9., 2011: 9.

Zwei Sätze zum Jahr des Interpreten im Blutwurstaffen-Land:

Es war still geworden um das Duo aus Kalifornien bis sie auf die Idee kamen, eine Picture-Disc mit Aufnahmen rauszubringen, die sie vor ihrem Debut “No Name No Color” gemacht haben, welche auf den Namen “Strangler Days” hört. Per Crowdfunding ist nun auch das dritte reguläre Studioalbum gesichert, Release 2018.

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Platz 16: Russian Circles

Wikipedia

Herkunft: USA

2010-2016: 2016: 6., 2013: 5., 2012: 11., 2011: 10.

Zwei Sätze zum Jahr des Interpreten im Blutwurstaffen-Land:

Auch wenn die Drei aus Chicago 2017 keinen Studiobesuch absolvierten, habe ich mich intensiv mit ihnen beschäftigt. Im Februar bestaunte ich ein weiteres Mal ihre Fähigkeiten auf einem Konzert, sammelte all ihre Outputs in verschiedenen Varianten auf Vinyl und legte mir außerdem den 2016er Dunk!Festival Auftritt auf Platte zu.

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