Zeit für das absolute Highlight unseres kleinen Weblogs; den musikalischen Jahresrückblick.

Worum es sich überhaupt handelt? Ich zitiere aus den vergangenen Best Ofs: Ich habe Euch jede Woche von den sechs Bands/Musikern berichtet, die mich in dem jeweiligen Zeitabschnitt am meisten überzeugt haben. Das aktualisierte Punktesystem (6 Punkte für Platz 1, 5 für Platz 2 … 1 Punkt für den 6. Rang), welches ich auf die dieses Mal 53 Ausgaben angewandt habe, kreierte mir so eine Liste, deren 20 Top-Acts ich hiermit in Fünfer-Päckchen publik mache.

Wie immer starten wir mit den Statistiken:

a) Noch nie war der Kampf um den Interpreten des Jahres so knapp; nur 2 Punkte trennt die beiden bestplatzierten Kontrahenten um die Krone. 2011 waren es schon nur 3 Zähler von Gold zu Silber, der aktuelle Abstand fällt noch eine Nuance enger aus.

b) Die Nationenwertung geht an den Titelverteidiger USA, auch wenn sie mit 6 Kapellen (2017: 9) weniger präsent sind. Der Abwärtstrend des United Kingdoms hat sich fast bestätigt; nun ist es vierfach vertreten (2017: 3), trotzdem auf dem 2. Rang. Direkt dahinter überraschend Deutschland, das 2017 nicht einen Künstler stellen konnte. Australien ist immerhin doppelt mit von der Partie (2017: 3). Je eine Combo kommt aus Irland, Norwegen, Polen, Schweden (2017: 1) und Spanien.

c) Das Thema Instrumentalbands bleibt ein großes. Gezählt habe ich acht von ihnen, wobei ein weiteres Ensemble große Teile ihres Schaffens ohne Stimme bestreitet. Eine weitere belegt eine Position im Bereich 21-25. Zum Vergleich die Zahlen der Vergangenheit: 2017: 9, 2016: 4, 2015: 6, 2014: 10, 2013: 5, 2012: 3, 2011: 8, 2010: 3.

d) 13 der Gruppierungen debütieren im musikalischen Jahresrückblick, was eine vergleichsweise große Anzahl ist und den Beweis liefert, dass wir immer wieder frische Musik vorstellen. 2017 waren es elf, 2016 neun, 2014 und 2015 jeweils zehn Stück. Zum zweiten Mal dabei sind 4 Tanzförderer, zum dritten 2 und eine Kombo landet ihren 4. Streich.

e) Solokünstler bleiben eine seltene Spezies. Wie bereits 2010-2013, 2015 und 2017 müssen wir hier ohne sie auskommen. Allerdings hat es einen Alleinunterhalter in die Zone von 21-25 verschlagen.

Genug des Vorgeplänkels:

Platz 20: King Gizzard & The Lizard Wizard

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Herkunft: Australien

2010-2017: 2017: 13., 2016: 11.

Zwei Sätze zum Jahr des Interpreten im Blutwurstaffen-Land:

2017 hatte das Großaufgebot am 31. Dezember ihre Ankündigung wahr gemacht, ganze fünf Alben in einem Jahr zu veröffentlichen. Zwei davon erblickten erst heuer in physischer Form das Licht der Welt und so sind “Polygondwanaland” und “Gumboot Soup” die Gründe dafür, dass KG&TLW zum dritten Mal in Folge hier abrocken dürfen.

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Platz 19: The Voidz

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Herkunft: USA

2010-2017: -

Zwei Sätze zum Jahr des Interpreten im Blutwurstaffen-Land:

The Strokes-Frontmann Julian Casablancas haut mit seiner Zweitband ein abgedreht-modernes Album raus, welches den Erstling locker übertrifft. Macht richtig Spaß!

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Platz 18: God Is An Astronaut

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Herkunft: Irland

2010-2017: -

Zwei Sätze zum Jahr des Interpreten im Blutwurstaffen-Land:

Eine Bank in Sachen Post Rock sind die Iren schon seit 2002. Mein erstes Konzert und das neue Werk “Epitaph” spülen sie endlich auch in unsere Liste.

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Platz 17: Tides Of Man

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Herkunft: USA

2010-2017: -

Zwei Sätze zum Jahr des Interpreten im Blutwurstaffen-Land:

Tides Of Man habe ich auf dem Dunk!Festival gesehen und mir danach ihre erste Instrumental CD “Young And Courageous” gekauft. Später im Jahr brachten sie dann direkt einen neuen Tonträger raus, welcher auf den Namen “Every Nothing” hört.

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Platz 16: Asking Alexandria

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Herkunft: UK

2010-2017: 2011: 18.

Zwei Sätze zum Jahr des Interpreten im Blutwurstaffen-Land:

Nachdem ich sie über ihre 2011er LP “Reckless & Relentless” entdeckt hatte, ließ mein Interesse aufgrund ihrer nächsten neuen Songs schnell wieder nach. Als ich aber die Singles ihres aktuellen Releases hörte, musste ich wieder zuschlagen.

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